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Schlaraffia Vitudurum 397

Kurze Reychsgeschichte

Am 26. Tag im Hornung a.U. 124, es war ein Samstag, haben rund 200 Sassen aus über 30 Reychen unter Leitung des Mutterreychs Turicensis in der Festburg des Hotels Zentrum Töss das damalige Feldlager Vitudurum zur Coloney erhoben und damit dem Uhu in der Stadt Winterthur einen, vom Allschlaraffenrat sanktionierten Hort geschenkt.

Begonnen hatten die Bestrebungen einiger Turicenser Sassen schon rund 5 Jahre vorher. Ritter Skizzian, ehemaliger langjähriger Junkermeister der Turicensis, hatte sich mit dem damaligen Oberschlaraffat seines Reychs überworfen, scharte einige Gleichgesinnte um sich und gründete im Schloss Wülflingen zu Winterthur ein Feldlager, das jedoch aufgrund seines oppositionellen Charakters, aber auch aufgrund der Tatsache, dass die damaligen, entscheidenden Turicenser Sassen mit Wohnsitz in der Region Winterthur nicht bereit waren, mitzumachen, nie anerkannt wurde.

Um einen Ausweg aus der keine Zukunft versprechenden Situation zu finden, versammelte Grossfürst Ritter Päng a.U. 118 (1977) die Winterthurer Sassen der Turicensis zu einer Krystalline, welcher in der Folge weitere Zusammenkünfte folgten. Es waren dies die Ritter Primas, Tellson und der damalige Junker Charles. Erst der Ahallaritt von Ritter Skizzian besiegelte das Ende des damaligen Feldlagers zu Wülflingen. Dem von Ritter Päng initiierten Stammtisch schlossen sich auch die aus dem Wülflinger-Feldlager stammenden Ritter Casabasso, Sanuk und der damalige Feldjunker Hansjörg an. Dazu kamen aus der Turicensis die Knappen 416 (Rt Floribus), 417 (Rt Froh-Lok) sowie die Pilger Schai (Rt Moneto) und Widmer (Rt Borg). Ebenfalls dazu stiess der aus dem Reych Don Quijote zurückgekehrte Ritter Lynx.

Im Spätherbst a.U. 121 (1980) erteilte sodann der hohe Allschlaraffenrat auf Antrag des Muterreychs Turicensis und des Helvetischen Schlaraffenrates die Bewilligung zur Feldlagergründung. Ritter Päng's Urknall, wie wir die eigentliche Gründungsfeier nennen wollen, fand am 4. Tag im Eismond a.U. 122 in sehr gediegenem Rahmen im Barockhäuschen im Winterthurer Stadtgarten statt. wer dabei war erinnert sich noch heute gerne an dieses Fest, das symbolträchtig von Uhu auf meteorologisch einmalige Art mit Schneefall, Hagel, Blitz und Donner begleitet wurde.

Vorerst sippte das kleine Feldlager noch im Restaurant Brühleck in der Nähe des bekannten SULZER-Hochhauses unter der Leitung der Feldoberen Ritter Casabasso und Piz-Arch, mit dem Kantzler Ritter Päng und dem Marschallen Ritter Sanuk. Als Schatzmeister fungierte Junker Werner (Rt Borg) und als Ceremonienmeister Junker Hansjörg (Rt Logo-viel).

Die der Gründung folgende Sommerung durfte dann in der Folge eines glücklichen Zufalls dem Bau der Löwenburg am Tannenberg an der Stadthausstrasse 65 gewidmet werden. 16 Sassen erbrachten gemeinsam knapp 2'000 Fronstunden, bis die Burg pünktlich zum Winterungsbeginn 122/123 in ihrer ganzen Pracht erstrahlte.

In jener Winterung erhöhte sich die Zahl der Sassen auf 24, sodass sich die Mutter Turicensis bestärkt fühlte, der helvetischen Tagsatzung und dem Allschlaraffenrat den Gründungsantrag zu stellen. Die damals formell noch der Turicensis zugehörigen Junker Kurt, Werner und Hansjörg wurden noch rechtzeitig vor der Coloneygründung durch die Turicensis zu Rittern geschlagen.

Die zweijährige Bewährungszeit als Coloney zeigte sehr bald, dass in Winterthur dem Uhu ein stattlicher Hort wuchs, sodass nach der vorgeschriebenen Coloneyzeit von zwei Jahren im Hornung a.U. 126 in der Festburg des Hotels Römertor in Oberwinterthur mit wiederum 200 Gastrecken die glanzvolle Reychssanktionierung celebriert werden durfte.

Begleitet wurde die ganze Zeit des Feldlagers und der Coloney von den wackeren Turicenser Musketieren Ritter Balz, Hungaricus und Pfifferling, welche den jungen Vitudurum-Sassen viel von ihrem unendlichen schlaraffischen Wissen mit auf den Weg gaben. Aber auch die ehrenwerten Ritter Memphisto, Ziehn-zahn-o, Toi-Toi (der Schauspieler Richard Münch) und Raetus standen dem jungen Schlaraffenhort immer wieder mit Rat und Tat zur Seite. Doch auch sie konnten nicht verhindern, dass dem etwas gar schnellen Wachstum Tribut gezollt werden musste. Eine ganz Anzahl Sassen aus der der Gründung nachfolgenden Zeit, die vielleicht etwas zu enthusiastisch rekrutiert wurden, haben unseren Bund wieder verlassen. Dazu erschütterte rund 15 Jahre nach der Gründung eine heftige Vertrauenskrise unser Reych, welche dazu führte, dass die Vitudurum auf den ihr eigentlich zustehenden Vorsitz im Helvetischen Schlaraffenrat vorerst verzichten musste.

Zum Glück erholte sich das Reych erstaunlich schnell, formierte eine schlagkräftige Führungsgarde und durfte kurze Zeit danach a.U. 147 (2006) die durch einen Verzicht der Basile entstandene Leitung des Helvetischen Landesverbandes trotzdem noch für drei Jahre übernehmen. Der Vorort Vitudurum stand unter der Leitung von Landesvater Ritter Goldschild, dem stv. Landesvater und Mitglied im Allschlaraffenrat Ritter Logo-viel, dem Landeskantzler Ritter Froh-Lok sowie dem Landesschatzmeister Ritter Zeno.

Am 12. Tag im Ostermond a.U. 149 (12.04.2008) durfte das Reych Vitudurum mit einem glanzvollen Akt im Restaurant Casino zu Winterthur mit Stadtrat Mike Künzle, dem nachmaligen Stadtpräsidenten von Winterthur als Ehrengast sowie mit rund 150 Gastrecken das 25jährige Bestehen feiern. Die Vitudurum zählte zu diesem Zeitpunkt 36 Sassen und in der Winterung a.U. 151/152 gar 38 Sassen.

Höhepunkt im jährlichen Sippungsgeschehen ist seit der Reychsgründung der Convent der Kyburger Schlossherren. Zu diesem Convent gehören nebst der "federführenden" und von Vitudurum-Sassen besetzten Kyburg die Schlösser Hegi,, Mörsburg, Wülflingen, Wiesendangen, Elgg, Goldenberg, Widen, Schwandegg und Girsberg, welche allesamt durch Sassen befreundeter Reyche als Schlossherren oder als Landsknechte besetzt sind. Zu den Höhepunkten zählen weiter die Gemeinschaftssippungen mit dem Nachbarreych Ad Villingam, die traditionelle Uhubaumfeyer mit Burgfrauen und Tross sowie die Joggelisippung zum Gedenken an den vom Reych ernannten Ehrenschlaraffen Joggeli, den Winterthurer Schriftsteller Jakob Christoph Heer (1859-1925). A.U. 153 ernannte die Vitudurum dann zusätzlich auch den Architekten, Maler, Bildhauer, Designer und Publizisten Max Bill (1908-1994) zum Ehrenschlaraffen Quader der Konkrete.

Zum Ende der Winterung a.U. 154/155 verlor die Vitudurum durch Kündigung seitens des Liegenschaftsbesitzers die wunderschöne Löwenburg im Dachstock der Liegenschaft Tannenberg an der Stadthausstrasse 65. Mittels eines Kraftaufwandes der Such- und Burgbaukommission mit den Rittern leböm, Nabulion, Zeno, und Celsius konnte innert nützlicher Frist an der Tellstrasse 16A ein neues Lokal gefunden werden, das in der Folge während der Sommerung a.U. 155 umgebaut und pünktlich zum Winterungsbeginn a.U. 155/156 bezogen werden konnte.

Nachdem im Lauf der über 30 Jahrungen bereits 10 Sassen des Reychs den Ritt gen Ahalla angetreten hatten, mussten die Vitudurum-Sassen im Lenzmond a.U. 156 auch ihren Reychsgründer, Patriarch und Grossfürst Rt Päng da bin ich gen Ahall ziehen lassen, wenige Tage, nachdem er, bereits von Bresthaftigkeit stark gezeichnet, vom Allschlaraffenrat mit dem Grosskristall zum Grossursippen-Orden ausgezeichnet wurde.

 

Fürst Logo-viel der Spiegelfechter
gefechst anlässlich des 20. Jahrestages der Vitudurum
am 26. d. Hornung a.U. 144
und ergänzt im Herbstmond a.U. 156

Rt Palindrom beim Schreiben einer Reychsbulle